Wer im Internet nach einer Handelsplattform für CFDs, Forex oder Kryptowährungen sucht, stößt schnell auf Angebote wie Wtraders (wtraders.net). Auf der Webseite wird mit großen Versprechen geworben: Über 1.000 Instrumente sollen überall und jederzeit handelbar sein, man könne Top-Trader kopieren, vom Wissen von Handelsexperten profitieren und sich mit kostenlosen Vorlesungen das nötige Selbstvertrauen aneignen.
Doch die Realität sieht häufig anders aus – insbesondere, wenn Aufsichtsbehörden einschreiten. Die spanische Finanzmarktaufsicht CNMV hat eine offizielle Warnung veröffentlicht: Wtraders – ebenso wie die Domain wttradersworld.com – ist nicht im Register der CNMV eingetragen und somit nicht berechtigt, Wertpapierdienstleistungen oder andere regulierte Tätigkeiten in Spanien anzubieten.
Wer in Deutschland CFD- oder Forex-Geschäfte anbietet, benötigt eine ausdrückliche Genehmigung der BaFin. Gleiches gilt für Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen gemäß der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCAR).
Zu den erlaubnispflichtigen Tätigkeiten zählen:
der Betrieb einer Handelsplattform für Kryptowährungen
der Eigenhandel mit CFDs, Forex oder Kryptos
die Vermittlung und Abwicklung solcher Geschäfte
Nach den derzeit vorliegenden Informationen verfügt Wtraders über keinerlei Genehmigung der BaFin. Anleger handeln also mit einem Anbieter, der in Deutschland nicht beaufsichtigt wird.
Ein Blick auf die Webseite von Wtraders zeigt weitere Punkte, die Zweifel an der Seriosität wecken:
Es gibt kein Impressum, keine Angaben zu einer Rechtsform oder Betreibergesellschaft.
Die Domain wurde erst vor weniger als zwei Jahren registriert – unter Einsatz eines Anonymisierungsdienstes, um die Identität der Betreiber zu verschleiern.
Es finden sich keine überprüfbaren Kontaktdaten oder Firmenanschriften.
Solche Umstände sind für seriöse Anbieter unüblich. In der Praxis sind es oft genau diese Merkmale, die später in Betrugsverfahren eine Rolle spielen.
Uns erreichen regelmäßig Berichte von Betroffenen, die Erfahrungen mit Plattformen wie Wtraders gemacht haben. Typische Muster:
Anfangs scheint alles problemlos zu funktionieren, Gewinne werden im Handelskonto angezeigt.
Will der Anleger Geld auszahlen lassen, folgen Verzögerungen, zusätzliche Gebühren oder „Steuervorauszahlungen“.
In manchen Fällen bricht der Kontakt zum Anbieter vollständig ab.
Solche Kritik ist nicht ungewöhnlich, wenn es um nicht regulierte Plattformen geht. Besonders gefährlich: Die Betreiber sitzen oft im Ausland und sind nur schwer greifbar.
Wer bei Wtraders Geld investiert hat und nun Probleme hat, steht nicht machtlos da. In Deutschland kann das unerlaubte Erbringen von Wertpapierdienstleistungen einen Schadensersatzanspruch nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 15 WpIG begründen.
Zusätzlich können Ansprüche aus unerlaubter Handlung bestehen, etwa wenn Anleger gezielt in die Irre geführt oder falsche Angaben zur Regulierung gemacht wurden. Das gilt insbesondere, wenn eine angebliche Zulassung durch die FCA, BaFin oder andere Behörden vorgetäuscht wird.
Auch im Bereich Kryptowährungen gilt: Wer ohne Erlaubnis Kryptowerte-Dienstleistungen anbietet, kann haftbar gemacht werden. Anleger haben dann die Möglichkeit, gegen die Betreibergesellschaft und verantwortliche Personen vorzugehen.
Bei Plattformen wie Wtraders ist Zeit ein kritischer Faktor. Je früher Betroffene handeln, desto größer sind die Chancen, Gelder zurückzuerhalten oder weitere Verluste zu verhindern. Warten Sie nicht, bis die Webseite verschwindet oder der Kontakt ganz abbricht – oft ist es dann zu spät.
Unsere Kanzlei Engelhard, Busch & Partner ist seit vielen Jahren auf Fälle von Online-Anlagebetrug spezialisiert. Wir prüfen für Sie, ob und in welchem Umfang Schadensersatzansprüche bestehen, setzen diese konsequent durch und begleiten Sie von der ersten Beratung bis zur gerichtlichen Durchsetzung.
Fazit:
Die Warnung der CNMV und die fehlende BaFin-Genehmigung sprechen eine klare Sprache: Anleger sollten bei Wtraders äußerste Vorsicht walten lassen. Fehlende Transparenz, fragwürdige Geschäftspraktiken und Berichte von Betroffenen sind ernstzunehmende Warnsignale. Wer Geld investiert hat und Schwierigkeiten bei der Auszahlung erlebt, sollte schnellstmöglich anwaltliche Unterstützung in Anspruch nehmen.
Kontaktieren Sie uns jetzt – wir helfen Ihnen, Ihre Rechte zu sichern und mögliche Verluste zurückzufordern.
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Wir unterstützen Sie – kontaktieren Sie uns!
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Gemeinsam werden wir versuchen, Ihre Interessen zu vertreten und mögliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Als Anwälte für Anlagerecht beraten wir Sie gerne ausführlich – kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies erstes Gespräch.