Plattformen

WasCapitals – Betrugsrisiko

Auf der Webseite wascapitals.com präsentiert sich WasCapitals als international tätige Online-Handelsplattform mit angeblich langjähriger Erfahrung und Millionen von Nutzern weltweit – doch für Anleger besteht nach unserer rechtlichen Bewertung ein erhebliches Betrugsrisiko.

Laut Eigendarstellung wirbt WasCapitals damit, seit 2014 ein „sicheres und reguliertes Handelsumfeld“ zu bieten, das auf die Bedürfnisse von Händlern zugeschnitten sei. Die Plattform gibt an, von über 89 Millionen Nutzern in mehr als 130 Ländern verwendet zu werden. Anlegern wird der Handel mit Differenzkontrakten (CFDs) auf Aktien sowie Forex-Geschäfte in Aussicht gestellt. Gerade diese Bereiche – CFDs, Devisenhandel und Kryptowährungen – werden jedoch seit Jahren besonders häufig im Zusammenhang mit problematischen oder unseriösen Online-Handelsplattformen genannt.

Oliver Busch, Rechtsanwalt

Anwaltliche Beratung

In einem ersten, kostenfreien Telefonat bespreche ich gern mit Ihnen, welche rechtlichen Möglichkeiten Ihnen gegenüber WasCapitals offenstehen, und unterstütze Sie entschlossen bei der Durchsetzung Ihrer Rückzahlungsansprüche.

Fehlende Erlaubnis der BaFin

Wer in Deutschland gewerbsmäßig CFD- oder Forex-Geschäfte anbietet, erbringt regelmäßig Wertpapierdienstleistungen im Sinne des Eigenhandels gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 10 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Für solche Tätigkeiten ist zwingend eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, der BaFin, erforderlich.

Nach unseren Recherchen verfügt WasCapitals jedoch über keinerlei Genehmigung der BaFin. Das bedeutet: Das öffentliche Angebot von CFD- oder Forex-Handel gegenüber Anlegern in Deutschland erfolgt ohne die gesetzlich erforderliche Erlaubnis. Dies ist ein gravierender rechtlicher Mangel und ein deutliches Warnsignal.

Für Anleger stellt sich daher die Frage, ob es sich bei WasCapitals um einen seriös regulierten Anbieter handelt. Die fehlende BaFin-Erlaubnis spricht klar gegen eine regulierte Tätigkeit auf dem deutschen Markt.

Zweifel an der angeblichen Regulierung

Auf der Webseite wird weiter behauptet, WasCapitals sei von der Vanuatu Financial Services Commission (VFSC) unter der Lizenznummer 40131 lizenziert und reguliert. Zudem wird mit Einlagensicherung, umfassender Unterstützung und schneller Problemlösung geworben.

Nach unseren Erkenntnissen sind diese Angaben jedoch unzutreffend. Eine belastbare Regulierung durch die VFSC konnte nicht nachvollzogen werden. Auch die versprochene Einlagensicherung erscheint nicht belegt. Gerade im Bereich des Online-Tradings ist es ein typisches Muster unseriöser Anbieter, mit angeblichen Lizenzen oder Aufsichtsbehörden zu werben, um Vertrauen zu schaffen.

Wenn eine Plattform falsche oder irreführende Angaben zur Regulierung macht, ist dies ein massiver Hinweis auf fehlende Seriosität und möglicherweise sogar auf Betrug.

Fehlendes Impressum und verschleierte Betreiber

Ein weiteres deutliches Warnzeichen ist das vollständige Fehlen eines Impressums auf der Webseite. Weder werden die verantwortlichen Personen genannt, noch ist eine konkrete Rechtsform oder eine Betreibergesellschaft erkennbar. Für eine angeblich seit 2014 tätige internationale Handelsplattform ist dies höchst ungewöhnlich.

Hinzu kommt, dass ein Anonymisierungsdienst eingesetzt wurde, um die Identität der tatsächlichen Domaininhaber zu verschleiern. Auch dies ist im Bereich regulierter Finanzdienstleistungen äußerst untypisch. Transparenz ist ein zentrales Merkmal seriöser Finanzdienstleister.

Besonders auffällig ist außerdem, dass die Domain der Webseite erst im März 2024 registriert wurde – obwohl WasCapitals behauptet, bereits seit 2014 am Markt tätig zu sein. Dieser Widerspruch wirft erhebliche Fragen auf und nährt erhebliche Kritik an der Glaubwürdigkeit der Plattform.

Oliver Busch, Rechtsanwalt

Kostenloses Ersttelefonat

Im Zuge eines kostenfreien Ersttelefonats prüfe ich mit Ihnen, welche rechtlichen Schritte gegen WasCapitals in Betracht kommen. Danach verfolge ich Ihre Rückzahlungsansprüche mit der gebotenen Konsequenz.

Rechtliche Möglichkeiten für Anleger

Sofern Wertpapierdienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis erbracht werden, kann ein Schadensersatzanspruch gemäß § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 15 WpIG in Betracht kommen. Das unerlaubte Erbringen von Finanzdienstleistungen stellt einen Verstoß gegen ein Schutzgesetz dar.

Darüber hinaus können weitere Ansprüche aus unerlaubter Handlung bestehen, etwa wenn:

  • Einlagen nicht ausgezahlt werden,

  • Anleger über die Regulierung oder Einlagensicherung getäuscht wurden,

  • irreführende Angaben zur Unternehmenshistorie gemacht wurden.

In Fällen von Online-Trading-Betrug ist schnelles Handeln entscheidend. Zahlungsströme müssen nachvollzogen, beteiligte Konten identifiziert und gegebenenfalls Ansprüche gegenüber Zahlungsdienstleistern geprüft werden.

Unsere Empfehlung: Lassen Sie Ihre Ansprüche prüfen

In unserer anwaltlichen Praxis berichten Mandanten immer wieder von ähnlichen Erfahrungen mit vergleichbaren Plattformen:

  • Anfangs werden hohe Gewinne angezeigt.

  • Weitere Einzahlungen werden mit angeblichen Marktchancen oder Bonusangeboten gefordert.

  • Auszahlungsanträge werden verzögert oder unter Hinweis auf angebliche Steuern, Gebühren oder Provisionen abgelehnt.

  • Der Kontakt bricht plötzlich ab.

Sollten auch Sie solche Erfahrungen mit WasCapitals gemacht haben, ist höchste Vorsicht geboten. Gerade wenn Auszahlungen verweigert werden oder immer neue Zahlungen verlangt werden, kann dies auf ein betrügerisches Geschäftsmodell hindeuten.

Wenn Sie bei WasCapitals investiert haben und Probleme bei der Auszahlung oder Zweifel an der Seriosität der Plattform bestehen, sollten Sie nicht zögern, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Je früher rechtliche Schritte geprüft werden, desto größer sind die Chancen, verlorene Gelder zurückzufordern.

Die auf Anlegerschutz spezialisierte Kanzlei Engelhard, Busch & Partner unterstützt Mandanten, die Opfer von Online-Trading-Plattformen, CFD-, Forex- oder Kryptobetrug geworden sind. Wir analysieren Ihre individuellen Erfahrungen, prüfen mögliche Schadensersatzansprüche und vertreten Sie engagiert gegenüber den Verantwortlichen.

Lassen Sie sich nicht von professionell gestalteten Webseiten und vermeintlich positiven Versprechen täuschen. Ob ein Anbieter seriös ist, zeigt sich nicht an Werbeaussagen, sondern an Transparenz, Regulierung und rechtlicher Zulässigkeit des Geschäftsmodells.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf und lassen Sie Ihre rechtlichen Möglichkeiten prüfen. Wir stehen Ihnen mit unserer Erfahrung im Vorgehen gegen unseriöse Handelsplattformen kompetent zur Seite.

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