Die Zahl betrügerischer Online-Handelsplattformen wächst seit Jahren stetig. Besonders perfide wird es, wenn sich Plattformen als angeblich staatlich geförderte Projekte ausgeben und so Seriosität vortäuschen, die tatsächlich nicht existiert. Ein aktuelles Beispiel hierfür ist Sevatrix, eine Plattform, die laut ihren Aussagen finanzielle Chancen, KI-gestützte Handelsmodelle und den Aufbau von persönlichem Vermögen verspricht – tatsächlich jedoch ein Konstrukt aus Täuschung, Irreführung und fehlender Regulierung ist.
Schon beim ersten Besuch der Webseite von Sevatrix springen massive Warnsignale ins Auge. Unter Verwendung eines bundesadlerähnlichen Logos sowie eines gefälschten Zitats des Bundesfinanzministers soll ein offizieller Charakter simuliert werden. Auf der Plattform wird behauptet, Sevatrix sei ein „offizielles Projekt der deutschen Regierung“, das den Einstieg in den digitalen Wohlstand ermöglichen solle. Doch unsere Recherchen zeigen eindeutig: Kein Mitglied der Bundesregierung unterstützt dieses Projekt, und sämtliche offiziellen Darstellungen sind frei erfunden.
Besonders kritisch: Die Plattform nutzt ein gefälschtes Tagesschau-Layout sowie manipulierte Bildmaterialien von TV-Sendungen, um vermeintliche Seriosität zu erzeugen. Ein solches Vorgehen ist typisch für Online-Betrugsmaschen, die gezielt unerfahrene Anleger ansprechen – und zeigt klar, dass es sich nicht um einen seriösen Anbieter handelt.
Ein weiterer schwerwiegender Kritikpunkt betrifft die Transparenz. Es gibt weder ein Impressum noch Angaben zu einer Betreibergesellschaft oder Verantwortlichen. Dies ist nicht nur ein Indiz für Betrug, sondern stellt zudem einen klaren Verstoß gegen geltendes Telemedienrecht dar.
Hinzu kommt: Die Domain wurde erst vor wenigen Monaten registriert – und zwar unter Nutzung eines Anonymisierungsdienstes. Seriöse Finanzdienstleister verbergen ihre Identität nicht, sie präsentieren sie offen.
Die angeblichen „Reviews“ auf Sevatrix wirken überzogen, realitätsfern und vollkommen unplausibel. Aussagen wie die Unterstützung durch den Bundeskanzler oder die Förderung eines „besseren Morgen für alle Deutschen“ haben keinen Bezug zu echten Nutzererfahrungen. Solche Inhalte dienen lediglich dazu, Vertrauen zu manipulieren – ein klassisches Muster betrügerischer Krypto- und CFD-Plattformen.
Mit einem simplen Schieberegler sollen Anleger „ihr finanzielles Potenzial“ entdecken. Bereits bei 100 Euro Einsatz wird angeblich ein wöchentliches Einkommen von 130 Euro generiert – ein Wert, der keinerlei Grundlage hat. Der Hinweis auf einen „KI-basierten Handelsalgorithmus“ ist ein weiterer Trick, mit dem Betrüger technische Komplexität simulieren, um Anleger zu überzeugen. Tatsächlich gibt es keinerlei Belege für einen funktionierenden oder existierenden Algorithmus.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat inzwischen explizit vor Sevatrix (sevatrix.com) und den verbundenen Domains sevatrix.net und sevatrix.org gewarnt. Es besteht der Verdacht, dass die Betreiber unerlaubte Finanz- und Kryptodienstleistungen anbieten.
Für CFD-Geschäfte ist eine Lizenz nach dem Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) zwingend erforderlich. Für Kryptodienstleistungen verlangt die europäische MiCAR-Verordnung sowie das deutsche Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) eine Regulierung durch die BaFin. Sevatrix besitzt keine dieser Genehmigungen.
Damit bewegen sich die Anbieter eindeutig außerhalb des gesetzlichen Rahmens – ein klarer Hinweis darauf, dass es sich um eine unerlaubte, betrügerische Handelsplattform handelt.
Wenn Sie bei Sevatrix investiert haben und nun keinen Zugriff mehr auf Ihr Guthaben erhalten oder Zweifel an der Seriosität des Angebots haben, bestehen verschiedene rechtliche Ansprüche. Dazu gehören:
Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung
(z. B. bei Irreführung über eine staatliche Regulierung)
Ansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 15 WpIG,
wenn CFD-Geschäfte ohne BaFin-Lizenz angeboten wurden.
Ansprüche nach § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 46 KMAG,
wenn Kryptowerte-Dienstleistungen illegal erbracht wurden.
Diese Ansprüche können sich sowohl gegen die Betreiber der Plattform als auch gegen dahinterstehende Personen richten.
Anleger sollten bei auftretenden Problemen umgehend anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen. Betrügerische Plattformen agieren häufig nur kurz, bevor sie abgeschaltet oder durch neue Seiten ersetzt werden. Je schneller gehandelt wird, desto größer sind die Chancen auf die Sicherung von Ansprüchen.
Die Kanzlei Engelhard, Busch & Partner ist spezialisiert auf die Vertretung von Opfern betrügerischer Online-Handelsplattformen – insbesondere im Bereich CFDs, Forex und Kryptobetrug. Wir prüfen Ihre konkreten Erfahrungen, beraten Sie zu Ihren rechtlichen Möglichkeiten und unterstützen Sie engagiert bei der Durchsetzung von Schadensersatzforderungen.
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