Auf der Internetseite oxelvian.com wirbt die Plattform mit großen Versprechen: Oxelvian biete eine „einheitliche Trading-Umgebung für Klarheit, Kontrolle und zuverlässige Performance“. Intelligente Automatisierung, präzise Ausführung und starke Sicherheit sollen Anlegern helfen, selbst in volatilen Märkten souveräne Entscheidungen zu treffen. Künstliche Intelligenz unterstütze jede Phase der Entscheidungsfindung – von der Analyse bis zur Ausführung.
Für viele Interessenten klingt dies nach einer modernen, leistungsfähigen und seriös wirkenden Handelsplattform, insbesondere im Bereich Kryptowährungen. Doch bei näherer Prüfung stellen sich erhebliche Fragen hinsichtlich der Seriosität des Angebots. Aus anwaltlicher Sicht zeigen sich mehrere deutliche Warnsignale, die Anleger unbedingt ernst nehmen sollten.
Oxelvian bietet nach eigenen Angaben den Handel mit Kryptowährungen an. Anbieter, die in Deutschland Kryptowerte-Dienstleistungen erbringen, benötigen jedoch eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Maßgeblich ist hier insbesondere die europäische Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCAR) in Verbindung mit dem Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG).
Erfasst von der MiCAR ist nicht nur der Betrieb einer Handelsplattform für Kryptowerte, sondern unter anderem auch der Handel mit Kryptowährungen selbst. Nach unseren Erkenntnissen verfügt Oxelvian jedoch über keinerlei Genehmigung der BaFin.
Das Fehlen einer entsprechenden Lizenz ist ein gravierendes Indiz gegen eine seriöse Geschäftstätigkeit im regulierten Finanzmarkt. Für Anleger bedeutet dies: Es besteht kein behördlicher Aufsichtsrahmen, keine kontrollierte Einlagensicherung und keine institutionelle Überwachung der Geschäftspraktiken.
Neben der fehlenden BaFin-Erlaubnis gibt es weitere Anzeichen, die Zweifel an der Seriosität von Oxelvian aufkommen lassen.
Auf der Homepage werden Standorte in zahlreichen Ländern angegeben, unter anderem Wien (Österreich), Paris (Frankreich) und Zürich (Schweiz). Soweit ersichtlich, besitzt Oxelvian jedoch auch in diesen Ländern keine Zulassung der jeweiligen Finanzmarktaufsichtsbehörden zur Erbringung von Finanzdienstleistungen. Die bloße Nennung internationaler Standorte ersetzt keine behördliche Regulierung.
Besonders kritisch ist zudem, dass auf der Internetseite ein ordnungsgemäßes Impressum fehlt. Es finden sich keine klaren Angaben zu den verantwortlichen Personen, keine erkennbare Rechtsform und keine konkret benannte Betreibergesellschaft. Für Anleger ist somit nicht transparent nachvollziehbar, mit wem sie tatsächlich einen Vertrag schließen.
Darüber hinaus wurde offenbar ein Anonymisierungsdienst genutzt, um die Identität der tatsächlichen Betreiber der Domain zu verschleiern. Auch die Tatsache, dass die Domain erst Anfang Januar 2026 registriert wurde, spricht gegen eine langjährige, etablierte Marktpräsenz. Gerade im Bereich des Kryptohandels sind derartige Konstellationen häufig bei Plattformen anzutreffen, die nur für kurze Zeit am Markt agieren.
In unserer anwaltlichen Praxis berichten Mandanten immer wieder von negativen Erfahrungen mit nicht regulierten Onlinehandelsplattformen. Häufig beginnt es mit überzeugenden Werbeversprechen, professionell gestalteten Internetseiten und angeblich hohen Gewinnen auf dem Handelskonto.
Probleme treten oft dann auf, wenn Anleger sich ihr Guthaben auszahlen lassen möchten. Plötzlich werden zusätzliche Gebühren verlangt, steuerliche Vorauszahlungen gefordert oder es wird auf technische Probleme verwiesen. In manchen Fällen bricht der Kontakt vollständig ab.
Ob und in welchem Umfang dies bei Oxelvian bereits geschehen ist, bedarf jeweils einer individuellen Prüfung. Die strukturellen Auffälligkeiten – fehlende Lizenz, kein Impressum, anonyme Betreiber – entsprechen jedoch typischen Mustern, die wir aus zahlreichen Betrugsfällen im Bereich Kryptowährungen, CFDs und Forex kennen.
Kritik an solchen Plattformen richtet sich regelmäßig gegen mangelnde Transparenz, fehlende Regulierung und unklare Vertragsstrukturen. Für Verbraucher ist es häufig kaum möglich zu überprüfen, ob es sich um ein seriöses Angebot oder um einen möglichen Betrug handelt.
Ein Handel mit Kryptowährungen ohne die erforderliche Lizenz der BaFin kann Schadensersatzansprüche begründen. In Betracht kommen insbesondere Ansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 46 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG), sofern unerlaubt Kryptowerte-Dienstleistungen erbracht wurden.
Darüber hinaus können Ansprüche aus unerlaubter Handlung bestehen, etwa wenn Guthaben nicht ausbezahlt werden oder wenn Anleger über eine angebliche Regulierung durch eine Aufsichtsbehörde getäuscht wurden. Auch eine persönliche Haftung der verantwortlichen Personen kommt unter bestimmten Voraussetzungen in Betracht.
Anleger sind keineswegs schutzlos gestellt. Wichtig ist jedoch, frühzeitig zu handeln. Je schneller rechtliche Schritte eingeleitet werden, desto größer sind die Chancen, Zahlungsströme nachzuvollziehen und Vermögenswerte zu sichern.
Wenn Sie bei Oxelvian investiert haben und Probleme bei der Auszahlung oder Zweifel an der Seriosität der Plattform bestehen, sollten Sie nicht zögern, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Verzichten Sie darauf, weitere Einzahlungen zu leisten, und sichern Sie sämtliche Unterlagen, E-Mails, Chatverläufe und Zahlungsnachweise.
Als auf Online-Betrug, Kryptobetrug sowie nicht lizenzierte Handelsplattformen spezialisierte Kanzlei prüfen wir Ihre Ansprüche umfassend und individuell. Wir analysieren die Vertragskonstellation, die Zahlungsflüsse sowie mögliche Haftungsgegner und setzen Ihre Rechte konsequent durch.
Die Kanzlei Engelhard, Busch & Partner unterstützt seit Jahren geschädigte Anleger bei der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen Betreiber unseriöser Onlinehandelsplattformen. Gerne erläutern wir Ihnen in einem persönlichen Gespräch Ihre rechtlichen Möglichkeiten und entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine Strategie zur Realisierung Ihrer Forderungen.
Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Eine frühzeitige Beratung kann entscheidend sein, um finanzielle Schäden zu begrenzen und Ihre Ansprüche effektiv durchzusetzen.
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