Die Handelsplattform Fundrisetrade unter der Domain fundrisetrade.com wirbt damit, Anlegern einen professionellen Handel mit Kryptowährungen sowie eine Vermögensverwaltung anzubieten und stellt hohe Renditen sowie angeblich abgesicherte Investments in Aussicht. Doch bei näherer Betrachtung ergeben sich erhebliche Zweifel an der Seriosität des Angebots. Für viele Anleger stellen sich daher Fragen nach ihren Erfahrungen mit Fundrisetrade, möglicher Kritik an der Plattform und den rechtlichen Möglichkeiten bei Verlusten.
Auf der Webseite von Fundrisetrade wird damit geworben, dass ein Team hochqualifizierter Finanzexperten für hervorragende Performance und stabile Einnahmen sorgen soll. Besonders auffällig ist die Behauptung, das Trading-Programm sei bis zu einer Milliarde US-Dollar versichert und Handelsrisiken seien zu 100 Prozent abgedeckt. Solche Aussagen wirken auf Anleger häufig besonders überzeugend, da sie den Eindruck einer außergewöhnlichen Sicherheit vermitteln.
Zudem verspricht die Plattform einen einfachen Zugang zu Gewinnen und problemlosen Auszahlungen. Gerade im Bereich des Kryptohandels werden Anleger häufig mit hohen Renditechancen und professioneller Betreuung angesprochen. In vielen Fällen zeigt sich jedoch erst später, dass die tatsächlichen Risiken erheblich größer sind als dargestellt.
Ein besonders gravierender Punkt ist, dass Fundrisetrade über keinerlei Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verfügt. Anbieter, die in Deutschland Kryptowerte-Dienstleistungen oder den Handel mit Kryptowährungen anbieten, benötigen grundsätzlich eine entsprechende Erlaubnis nach den geltenden aufsichtsrechtlichen Vorschriften.
Nach der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCAR) ist nicht nur der Betrieb einer Handelsplattform für Kryptowerte reguliert, sondern auch der Handel mit Kryptowährungen selbst. Unternehmen, die ohne entsprechende Genehmigung tätig werden, handeln möglicherweise unerlaubt.
Für Anleger ist dies ein wichtiges Warnsignal. Fehlende Regulierung gehört regelmäßig zu den zentralen Kritikpunkten bei problematischen Online-Trading-Plattformen. Wer Gelder bei einem nicht regulierten Anbieter investiert, setzt sich erheblichen Risiken aus.
Weitere Zweifel an der Seriosität ergeben sich aus der Gestaltung der Webseite. So fehlt auf fundrisetrade.com ein vollständiges Impressum mit Angaben zu den verantwortlichen Personen oder einer konkreten Betreibergesellschaft. Auch eine nachvollziehbare Rechtsform wird nicht genannt.
Gerade bei Finanzdienstleistungen ist Transparenz von erheblicher Bedeutung. Anleger sollten jederzeit nachvollziehen können, wer hinter einer Plattform steht und welche Gesellschaft verantwortlich ist. Fehlen solche Angaben, ist besondere Vorsicht geboten.
Hinzu kommt, dass offenbar ein Anonymisierungsdienst verwendet wurde, um die Identität der tatsächlichen Betreiber zu verschleiern. Auch dies ist bei zweifelhaften Handelsplattformen keine Seltenheit und erschwert später häufig die Durchsetzung von Ansprüchen.
Nach vorliegenden Informationen wurde die Domain der Plattform erst im April 2024 registriert. Gleichzeitig behauptet Fundrisetrade auf der eigenen Webseite, bereits seit sieben Jahren tätig zu sein. Ein solcher Widerspruch kann ein weiteres Indiz dafür sein, dass Angaben auf der Plattform kritisch hinterfragt werden sollten.
Anleger sollten insbesondere bei Online-Investments sorgfältig prüfen, ob Aussagen zu Unternehmensgeschichte, Standort, Regulierung und Erfolgsbilanz tatsächlich nachvollziehbar sind. Unrealistische Gewinnversprechen oder widersprüchliche Angaben gehören häufig zu den typischen Warnzeichen unseriöser Anbieter.
Viele geschädigte Anleger berichten bei vergleichbaren Plattformen über ähnliche Erfahrungen. Häufig beginnt der Kontakt mit professionell wirkenden Werbeanzeigen oder telefonischer Beratung. Nach ersten Einzahlungen werden Anleger oftmals zu weiteren Investitionen bewegt.
Anfangs können scheinbar positive Entwicklungen im Kundenkonto angezeigt werden. Probleme entstehen häufig dann, wenn Anleger eine Auszahlung verlangen. Teilweise werden zusätzliche Gebühren, Steuern oder weitere Einzahlungen gefordert. In anderen Fällen brechen Ansprechpartner plötzlich den Kontakt ab.
Auch wenn jede Plattform gesondert zu prüfen ist, sollten Anleger bei entsprechenden Warnzeichen aufmerksam werden und frühzeitig rechtlichen Rat einholen.
Ein unerlaubter Handel mit Kryptowährungen oder das unerlaubte Erbringen von Kryptowerte-Dienstleistungen kann Schadensersatzansprüche begründen. In Betracht kommen insbesondere Ansprüche gemäß § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 46 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG).
Darüber hinaus können weitere Ansprüche aus unerlaubter Handlung bestehen, etwa wenn Anleger über eine angebliche Regulierung getäuscht wurden oder Auszahlungen verweigert werden.
Geschädigte Anleger sollten prüfen lassen, ob Ansprüche gegen die Betreiber der Plattform oder gegen verantwortliche Personen durchgesetzt werden können.
Wer bei Fundrisetrade investiert hat und Probleme mit Auszahlungen oder der Kommunikation erlebt, sollte keine weiteren Zahlungen leisten und vorhandene Unterlagen sichern. Dazu gehören insbesondere Kontoauszüge, E-Mails, Chatverläufe und Zahlungsnachweise.
Zudem empfiehlt es sich, zeitnah anwaltliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Gerade im Bereich des Kryptobetrugs und bei problematischen Online-Trading-Plattformen ist eine schnelle rechtliche Prüfung wichtig, um mögliche Ansprüche zu sichern und weitere Schäden zu vermeiden.
Die auf Anlegerschutz spezialisierte Kanzlei Engelhard, Busch & Partner unterstützt betroffene Anleger bei der Prüfung ihrer rechtlichen Möglichkeiten und bei der Durchsetzung möglicher Schadensersatzansprüche. Eine frühzeitige Beratung kann entscheidend sein, um Handlungsoptionen zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Gerne können Sie mit uns Kontakt aufnehmen.
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