Die Handelsplattformen Fides Ventures unter der Domain fidesventuress.com sowie Nexquant unter den Domains nexquantexs.com und nexquantex.com stehen im Fokus aufsichtsrechtlicher Ermittlungen und werfen erhebliche Fragen zur Seriosität und zu möglichen Betrugsstrukturen auf.
Am 27.02.2026 veröffentlichte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine offizielle Warnung: Die Aufsichtsbehörde ermittelt gegen „Fides Ventures“ und „Nexquant“ im Zusammenhang mit Aktivitäten in WhatsApp-Gruppen.
Nach den der BaFin vorliegenden Informationen tritt „Fides Ventures“ teilweise auch unter der Bezeichnung „Fides Ventures Business School“ auf und wendet sich gezielt an deutsche Anlegerinnen und Anleger. Beworben wird unter anderem ein sogenannter „FIVS-Token“, der über die angeblich kooperierende Kryptobörse „Nexquant“ erhältlich sein soll. Diese tritt teils als „Nexquant Exchange Ltd.“ auf.
Nach den Feststellungen der BaFin werden über diese Plattformen Finanz- und Kryptowerte-Dienstleistungen ohne die in Deutschland erforderliche Erlaubnis angeboten. Beide Anbieter unterliegen nicht der Aufsicht der BaFin. Für Anleger ist dies ein gravierendes Warnsignal, da ein seriöses Unternehmen, das Finanzdienstleistungen in Deutschland anbietet, grundsätzlich einer behördlichen Zulassung bedarf.
Aus unseren Erfahrungen mit vergleichbaren Fällen im Bereich Kryptobetrug, Forex- und CFD-Betrug ergibt sich häufig ein ähnliches Muster:
Über soziale Medien werden Werbeanzeigen geschaltet, die kostenlose Börsentipps, Schulungen oder exklusive Investmentstrategien versprechen. Interessenten sollen per WhatsApp Kontakt aufnehmen und einer angeblich exklusiven Gruppe beitreten.
In diesen Gruppen präsentiert sich ein vermeintlicher Finanzexperte, unterstützt von einer Assistenz. Über Wochen hinweg werden Marktanalysen, Aktienempfehlungen und vermeintlich erfolgreiche Handelsstrategien geteilt. Ziel ist es, Vertrauen aufzubauen und positive Erfahrungen zu erzeugen.
Im nächsten Schritt wird ein innovatives Investmentmodell vorgestellt – häufig verbunden mit dem Erwerb eines eigenen Krypto-Tokens wie dem „FIVS-Token“. Dieser sei angeblich nur vorbörslich verfügbar und verspreche außergewöhnlich hohe Renditen.
Anleger werden sodann aufgefordert, sich bei Nexquant unter den Domains nexquantexs.com oder nexquantex.com zu registrieren. Zusätzlich wird teilweise empfohlen, Apps wie „Nexquant“ oder „Nexquant Pro“ herunterzuladen.
In manchen Fällen werden Testkonten zur Verfügung gestellt. Kleine Auszahlungen können anfangs funktionieren, um Vertrauen zu stärken. Diese positiven Erfahrungen dienen jedoch häufig lediglich dazu, weitere und höhere Einzahlungen zu veranlassen.
Im weiteren Verlauf steigt der Druck erheblich. Anleger sollen zusätzliche Beträge investieren, um angeblich größere Gewinne zu erzielen oder um Verluste auszugleichen. Auszahlungen werden verzögert, an zusätzliche Bedingungen geknüpft oder vollständig verweigert.
Gerade wenn Auszahlungen nur gegen weitere Gebühren, angebliche Steuern oder zusätzliche Einzahlungen erfolgen sollen, ist höchste Vorsicht geboten. Dies zählt aus unserer Praxis zu den klassischen Warnzeichen für Betrug.
Die wesentliche Kritik betrifft insbesondere:
Ein seriöses Finanzdienstleistungsunternehmen legt seine Zulassung, seinen Unternehmenssitz und verantwortliche Personen transparent offen. Fehlen solche Angaben oder sind sie nicht überprüfbar, sollten Anleger äußerst vorsichtig sein.
Unsere Erfahrungen zeigen, dass insbesondere die Kombination aus aggressivem Marketing, der Bewerbung eigener Token und fehlender Regulierung ein erhebliches Risiko für Anleger darstellt.
Ob im konkreten Einzelfall ein strafrechtlich relevanter Betrug vorliegt, muss stets individuell geprüft werden. Die Warnung der BaFin sowie typische Ablaufmuster vergleichbarer Fälle sprechen jedoch für ein erhebliches Gefährdungspotential.
Anleger sollten sich nicht allein auf positive Gruppenerfahrungen oder vermeintliche Erfolgsberichte anderer Teilnehmer verlassen. Gerade in Messenger-Gruppen können Identitäten gefälscht oder Erfolgsmeldungen inszeniert sein.
Wenn Sie bei Fides Ventures oder Nexquant investiert haben und Probleme bei der Auszahlung erleben, empfehlen wir:
Je früher reagiert wird, desto besser sind die Chancen, Zahlungsflüsse nachzuvollziehen und Ansprüche zu sichern. Insbesondere bei Kryptotransaktionen ist schnelles Handeln entscheidend.
Als auf Anlagebetrug spezialisierte Kanzlei vertreten wir bundesweit Mandanten, die Opfer unseriöser Online-Handelsplattformen geworden sind. Wir prüfen für Sie:
Wenn Sie negative Erfahrungen mit Fides Ventures oder Nexquant gemacht haben oder unsicher sind, ob es sich um einen seriösen Anbieter handelt, bieten wir Ihnen eine unverbindliche Ersteinschätzung Ihres Falls im Rahmen eines kostenfreien Ersttelefonats an.
Zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Gerade bei Verdacht auf Betrug zählt jeder Tag. Kontaktieren Sie uns gerne.
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Wir unterstützen Sie – kontaktieren Sie uns!
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Gemeinsam werden wir versuchen, Ihre Interessen zu vertreten und mögliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Als Anwälte für Anlagerecht beraten wir Sie gerne ausführlich – kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies erstes Gespräch.