Die Plattform DOEX Exchange (Data Ocean Exchange), erreichbar über die Domain ki-zep.com, gibt sich als internationale und seriöse Kryptobörse aus. Nutzerinnen und Nutzer sollen mithilfe verschiedener Apps – darunter „KI-ZEP LNC“, „KI-ZEP“, „KI-ZEP Pro“ und „KI-ZEP Max“ – angeblich bequem in digitale Vermögenswerte investieren können. Doch zahlreiche Warnzeichen deuten darauf hin, dass es sich nicht um eine legitime Handelsplattform handelt, sondern um ein strukturiertes Betrugssystem, das gezielt deutsche Verbraucherinnen und Verbraucher ins Visier nimmt.
Ein erster Blick auf die tatsächlichen Rahmenbedingungen offenbart bereits massive Zweifel an der Seriosität:
Kontakt ausschließlich über service@dataoceaninc.com
keine überprüfbare Firmenanschrift
keinerlei gesetzlich vorgeschriebenes Impressum
Domainregistrierung über NameCheap, einen Anbieter, der besonders häufig bei anonymen Webseiten verwendet wird
Identitätsdiebstahl: Der Name des US-Unternehmens DataOcean Inc. wird ohne Berechtigung missbraucht
Diese Merkmale decken sich mit zahlreichen Erfahrungen betrogener Anlegerinnen und Anleger, die sich an unsere Kanzlei gewandt haben.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) warnt ausdrücklich vor der Handelsplattform DOEX und der zugehörigen KI-ZEP-App. Die App wird in ständig wechselnden Versionen (KI-ZEP PRO → KI-ZEP MAX → KI-ZEP LNC) beworben, unter anderem über:
ki-zep.com
h5.beststreaming.vip
Auch weitere Domains wie doexexchange8.com, h5.ki-x.link und doex.cc stehen laut BaFin im Verdacht, unerlaubte Finanz- und Wertpapierdienstleistungen anzubieten.
Damit verstößt die Plattform gegen § 32 KWG – ein klarer Hinweis auf illegal betriebene Finanzgeschäfte.
Die BaFin dokumentiert ein typisches Muster, das sich auch in zahlreichen uns bekannten Fällen wiederfindet. Über soziale Medien werden Personen in WhatsApp-Gruppen gelockt, in denen angebliche Investmentexperten auftreten – häufig die Fantasiefiguren:
Klaus Haas, angeblich erfolgreicher Kryptoanalyst
Clara Marie, angebliche Assistentin
Dort erhalten Gruppenmitglieder täglich vermeintlich exklusive Anlagetipps, Marktanalysen und Anweisungen zum Handel über DOEX oder die KI-ZEP-App. In Wahrheit dienen diese Gruppen nur einem Zweck: Druck aufbauen und Einzahlungen erzwingen.
Typisches Vorgehen:
Vertrauensaufbau über mehrere Wochen
Präsentation angeblich innovativer Finanzsysteme oder neuer Token
Testauszahlungen kleiner Beträge zur Glaubwürdigkeitssteigerung
Erhöhung des Einzahldrucks
Blockieren von Auszahlungen
Verschwinden der Täter – oft werden die Domains anschließend gewechselt
Dieses Vorgehen ist typisch für betrügerische Strukturvertriebe im Kryptobereich. Erfahrungen zeigen, dass Auszahlungen ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr möglich sind, während Nutzer zu weiteren Einzahlungen gedrängt werden.
Die Plattform weist alle Merkmale auf, die bei unseriösen und betrügerischen Online-Handelsplattformen typisch sind:
Kein Impressum gemäß § 5 DDG
Keine BaFin-Lizenz
Anonyme Betreiber
Fehlende Unternehmensadresse
Kein Handelsregistereintrag
Unrealistische Gewinnversprechen
Druckausübung durch „Berater“
Wechselnde Domains und App-Bezeichnungen
Wer bereits investiert hat, sollte keinesfalls davon ausgehen, dass es sich um eine seriöse Handelsplattform handelt. Unsere Mandanten berichten regelmäßig davon, dass Guthaben auf der Plattform lediglich fingiert wird – reale Handelsaktivitäten finden nicht statt.
Die Plattform nutzt auch den Namen „DataOcean Inc.“ nur, um Seriosität zu suggerieren. Das echte US-Unternehmen hat keinerlei Verbindung zur Domain ki-zep.com oder DOEX Exchange – es handelt sich eindeutig um Identitätsdiebstahl. Dieses Vorgehen ist ein häufiges Muster bei professionell organisierten Online-Betrugsplattformen.
✔ Keine weiteren Zahlungen oder Konto-Verknüpfungen
✔ Screenshots, Chatverläufe und E-Mails sichern
✔ Zahlungsbelege dokumentieren
✔ Anzeige bei der Polizei erstatten
✔ BaFin informieren
✔ Spezialisierte Kanzlei kontaktieren
Gerade bei internationalen Anlagebetrugsfällen gilt: Je früher Betroffene handeln, desto höher die Chance, Geldströme nachzuverfolgen und Rückzahlungen durchzusetzen.
Betroffene können unter anderem folgende Ansprüche geltend machen:
§ 263 StGB – Betrug
§ 32 KWG – unerlaubte Finanzdienstleistung
§ 812 BGB – Rückforderung wegen ungerechtfertigter Bereicherung
§ 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 263 StGB – Schadensersatz
Ein spezialisiertes Vorgehen ist nötig, um Zahlungswege, beteiligte Finanzdienstleister und Krypto-Transaktionen nachzuverfolgen.
Die Vielzahl an Warnhinweisen, BaFin-Meldungen, identitätsmissbräuchlichen Angaben und negativen Nutzer-Erfahrungen zeigt eindeutig: DOEX Exchange ist hochgradig unseriös und weist alle Merkmale eines Betrugssystems auf. Wer dort investiert hat, sollte umgehend handeln.
Wenn Sie bei DOEX, über ki-zep.com oder über eine KI-ZEP-App investiert haben und nun Auszahlungsprobleme bestehen, unterstützen wir Sie kompetent und engagiert.
Die Kanzlei Engelhard, Busch & Partner berät seit vielen Jahren Geschädigte betrügerischer Forex-, CFD- und Krypto-Plattformen. Wir erläutern Ihnen Ihre rechtlichen Möglichkeiten und setzen Ihre Ansprüche konsequent durch. Kontaktieren Sie uns gerne für ein unverbindliches Ersttelefonat.
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Wir unterstützen Sie – kontaktieren Sie uns!
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Gemeinsam werden wir versuchen, Ihre Interessen zu vertreten und mögliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Als Anwälte für Anlagerecht beraten wir Sie gerne ausführlich – kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies erstes Gespräch.