Auf der Webseite delivetradepro.com wirbt die Plattform mit hohen Renditechancen und modernster Technologie – doch zahlreiche Aspekte geben Anlass zu erheblicher Kritik.
Als auf Anlegerschutz spezialisierte Kanzlei beobachten wir seit Jahren den Markt für Onlinehandelsplattformen im Bereich CFDs, Forex, Kryptowährungen und binäre Optionen. Dabei zeigen sich immer wieder ähnliche Muster: vollmundige Werbeversprechen, fehlende Transparenz und oftmals keine behördliche Erlaubnis. Auch im Fall von De-livetradepro stellen sich aus rechtlicher Sicht zahlreiche Fragen, die Anleger kennen sollten.
Nach eigenen Angaben handelt es sich bei De-livetradepro um eine „hochmoderne Handelsplattform“, die sowohl für Anfänger als auch für erfahrene Trader geeignet sei. Besonders hervorgehoben werden:
Vollautomatisierter Handel
Große Auswahl an Charts und Tools
Investitionen in Blockchain-Technologien
Handel mit CFDs, Forex, binären Optionen und Kryptowährungen
100%ige Gewinngarantie
Jederzeitige Auszahlung von Kapital und Gewinnen
Gerade solche Aussagen wecken bei vielen Anlegern große Erwartungen. In der Praxis berichten Mandanten jedoch häufig von ganz anderen Erfahrungen. Insbesondere die versprochene problemlose Auszahlung steht bei zahlreichen Plattformen dieser Art im Widerspruch zur Realität.
Ein zentraler Kritikpunkt betrifft die Regulierung. Wer in Deutschland Finanzdienstleistungen wie den Handel mit CFDs oder Forex-Geschäften anbietet, benötigt eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
CFD- und Forex-Geschäfte stellen regelmäßig Wertpapierdienstleistungen im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 10 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) dar. Für den Eigenhandel ist eine entsprechende Genehmigung zwingend erforderlich. Gleiches gilt für Kryptowerte-Dienstleistungen nach der europäischen Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCAR).
Nach unseren Recherchen verfügt De-livetradepro jedoch über keinerlei Genehmigung der BaFin. Das ist ein gravierendes Warnsignal. Eine fehlende Regulierung bedeutet für Anleger:
Keine behördliche Aufsicht
Kein Anlegerschutz nach deutschen Standards
Erhöhtes Risiko bei Auszahlungsverweigerungen
Schwierige Rechtsdurchsetzung
Wenn eine Plattform ohne entsprechende Lizenz tätig wird, ist dies keineswegs ein bloßes Formalproblem, sondern kann einen klaren Gesetzesverstoß darstellen.
Ein weiteres starkes Indiz gegen die Seriosität ist die beworbene „100%ige Gewinngarantie“. Ein solches Versprechen ist im Bereich von Finanzanlagen objektiv unseriös.
CFDs, Forex, Kryptowährungen und binäre Optionen sind hochspekulative Produkte mit erheblichen Verlustrisiken. Seriöse und regulierte Anbieter weisen ausdrücklich auf die Risiken hin – nicht auf garantierte Gewinne.
Wer Gewinne garantiert, verkennt entweder bewusst die Realität der Finanzmärkte oder verfolgt möglicherweise andere Absichten. Für Anleger sollte eine solche Aussage ein klares Alarmsignal sein.
Ein weiteres Problem ist die fehlende Transparenz auf der Internetseite. Nach den uns vorliegenden Informationen fehlen:
Ein ordnungsgemäßes Impressum
Angaben zur Rechtsform
Konkrete Informationen zur Betreibergesellschaft
Benennung der verantwortlichen Personen
Ein fehlendes Impressum erschwert es Anlegern erheblich, ihre Ansprüche durchzusetzen. Gerade im Falle von Betrug oder verweigerter Auszahlung ist die Identifizierung der Verantwortlichen entscheidend.
Unsere Erfahrungen zeigen: Plattformen ohne klare Unternehmensangaben entziehen sich häufig gezielt der rechtlichen Verantwortung.
Sollte De-livetradepro tatsächlich ohne erforderliche Erlaubnis Finanzdienstleistungen angeboten haben, können sich daraus Schadensersatzansprüche ergeben.
Bei unerlaubtem Betreiben von Wertpapierdienstleistungen kommt ein Anspruch gemäß § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 15 WpIG in Betracht.
Im Bereich der Kryptowerte können sich Ansprüche aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 46 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) ergeben, sofern Kryptowerte-Dienstleistungen ohne Lizenz erbracht wurden.
Darüber hinaus können Ansprüche aus unerlaubter Handlung bestehen, insbesondere wenn:
Auszahlungen verweigert werden
Anleger über eine angebliche Regulierung getäuscht wurden
Falsche Angaben zu Risiken gemacht wurden
Anleger systematisch unter Druck gesetzt wurden, weiteres Kapital einzuzahlen
In Fällen von Betrug prüfen wir zudem strafrechtliche Schritte und unterstützen Mandanten bei der Erstattung von Strafanzeigen.
In vergleichbaren Fällen berichten Mandanten häufig über folgende Erfahrungen:
Telefonische Kontaktaufnahme durch angebliche „Broker“
Massiver Druck zu weiteren Einzahlungen
Manipulierte Handelskonten mit scheinbar hohen Gewinnen
Probleme oder vollständige Verweigerung der Auszahlung
Forderung zusätzlicher „Steuern“ oder „Provisionen“ vor Auszahlung
Spätestens wenn Auszahlungen nur unter weiteren Zahlungen erfolgen sollen, besteht der Verdacht auf ein betrügerisches Geschäftsmodell.
Wenn Sie bei De-livetradepro investiert haben und Probleme auftreten, sollten Sie nicht abwarten. Je früher rechtliche Schritte geprüft werden, desto besser sind die Erfolgsaussichten.
Wichtig ist insbesondere:
Keine weiteren Zahlungen leisten
Sämtliche Kommunikation sichern
Kontoauszüge und Transaktionsnachweise dokumentieren
Unverzüglich anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen
Als auf Kapitalanlagebetrug spezialisierte Kanzlei prüfen wir für Sie:
Ob ein unerlaubtes Betreiben von Finanzdienstleistungen vorliegt
Gegen wen Ansprüche durchgesetzt werden können
Welche Schritte sinnvoll sind
Die Plattform wirbt mit Innovation und Blockchain-Technologie – doch die fehlende Regulierung, die Gewinngarantie und die mangelnde Transparenz begründen erhebliche Zweifel an der Seriosität.
Wenn Sie negative Erfahrungen mit De-livetradepro gemacht haben oder einen Betrug vermuten, stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Die Kanzlei Engelhard, Busch & Partner ist auf die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen Betreiber unseriöser Handelsplattformen spezialisiert.
Kontaktieren Sie uns. Wir prüfen Ihre Ansprüche und unterstützen Sie engagiert bei der Durchsetzung Ihrer Rechte. Je früher Sie handeln, desto größer sind die Chancen, Ihr investiertes Kapital zurückzuerlangen.
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Wir unterstützen Sie – kontaktieren Sie uns!
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Gemeinsam werden wir versuchen, Ihre Interessen zu vertreten und mögliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Als Anwälte für Anlagerecht beraten wir Sie gerne ausführlich – kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies erstes Gespräch.