Als auf Anlegerschutz spezialisierte Kanzlei beraten wir regelmäßig Mandanten, die negative Erfahrungen mit Online-Handelsplattformen im Bereich Kryptowährungen, CFDs, Forex und Rohstoffen gemacht haben. In diesem Zusammenhang erreichen uns zunehmend Anfragen zur Plattform Btradings mit der Domain btradings.net. Nachfolgend geben wir eine rechtliche Einschätzung, beleuchten bestehende Kritikpunkte und zeigen auf, welche Warnsignale Anleger unbedingt beachten sollten.
Nach den uns vorliegenden Informationen bietet Btradings den Handel mit Kryptowährungen, Aktien sowie Rohstoffen an. Damit bewegt sich die Plattform in einem stark regulierten Bereich des Finanzmarktes. Gerade der Handel mit CFDs und Kryptowerten unterliegt in Deutschland und der Europäischen Union strengen gesetzlichen Anforderungen.
Die Plattform soll unter der E-Mail-Adresse support@btradings.com erreichbar sein. Als Geschäftsanschriften werden unter anderem genannt:
Eine Überprüfung dieser Adressen ergibt nach unseren Erkenntnissen, dass sich dort keine erkennbare Niederlassung von Btradings befindet. Die Verwendung repräsentativer Geschäftsadressen ohne tatsächliche Geschäftspräsenz ist ein typisches Warnsignal im Zusammenhang mit problematischen Online-Handelsplattformen und kann im Einzelfall auf einen möglichen Betrug hindeuten.
Ein zentrales Warnsignal ist das Fehlen einer Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Wer in Deutschland Finanz- oder CFD-Dienstleistungen anbietet, benötigt gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) eine schriftliche Erlaubnis der BaFin. Dieses Genehmigungsverfahren dient dem Schutz der Anleger. Nur Unternehmen, die bestimmte organisatorische, finanzielle und fachliche Voraussetzungen erfüllen, erhalten eine entsprechende Zulassung.
Nach den vorliegenden Informationen gibt Btradings jedoch keine gültige Zulassung einer europäischen Aufsichtsbehörde an. Weder wird eine konkrete staatliche Aufsichtsbehörde benannt noch eine Registrierungsnummer veröffentlicht. Seriöse Anbieter legen diese Angaben transparent offen, damit Anleger die Regulierung eigenständig überprüfen können.
Soweit Handelsgeschäfte mit Anlegern in Deutschland angeboten werden, besteht daher der Verdacht eines unerlaubten Geschäftsbetriebs und eines Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz.
Zusätzlich liegt eine Warnmeldung der spanischen Finanzaufsichtsbehörde vor. Die Comisión Nacional del Mercado de Valores (CNMV) hat eine entsprechende Warnung veröffentlicht.
Eine solche Warnung ist ein erhebliches Indiz dafür, dass das betreffende Unternehmen nicht über die erforderliche behördliche Genehmigung verfügt, um Finanzdienstleistungen anzubieten. Aufsichtsbehörden veröffentlichen derartige Hinweise regelmäßig dann, wenn ein Anbieter ohne Zulassung am Markt auftritt oder Anleger gefährdet sein könnten.
Für Anleger stellt eine offizielle Warnung einer europäischen Finanzaufsicht ein deutliches Alarmsignal dar und sollte keinesfalls ignoriert werden.
Ein weiterer gravierender Kritikpunkt betrifft das Impressum der Website btradings.net. Dort fehlt ein ordnungsgemäßes Impressum gemäß § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG).
Es werden weder der vollständige Name noch der Sitz eines verantwortlichen Unternehmens angegeben. Ebenso fehlt ein Hinweis darauf, in welchem Unternehmensregister die Betreibergesellschaft eingetragen ist. Auch eine Registernummer wird nicht genannt.
Diese fehlende Transparenz erschwert es geschädigten Anlegern erheblich, rechtliche Schritte einzuleiten. Gerade bei unseriösen Plattformen ist das Fehlen klarer Unternehmensangaben ein klassisches Merkmal.
Eine seriöse Handelsplattform weist dagegen eindeutig aus:
All diese Angaben fehlen im vorliegenden Fall vollständig.
In unserer anwaltlichen Praxis berichten Mandanten häufig von ähnlichen Abläufen bei vergleichbaren Plattformen:
Wenn Anleger die Auszahlung ihres Kapitals verlangen, kommt es nicht selten zu Kontaktabbrüchen oder neuen Hürden. Solche Erfahrungen führen regelmäßig zu erheblicher Kritik an der Plattformstruktur und Geschäftspraxis.
Die Gesamtschau der Umstände – fehlende BaFin-Lizenz, keine erkennbare europäische Regulierung, Warnung der CNMV, kein ordnungsgemäßes Impressum sowie nicht verifizierbare Geschäftsadressen – spricht gegen einen regulierten und seriösen Anbieter.
Ob im Einzelfall der Straftatbestand des Betrugs erfüllt ist, bedarf stets einer individuellen Prüfung. Gleichwohl bestehen aus unserer Sicht erhebliche rechtliche Risiken für Anleger.
Wenn Sie bei Btradings investiert haben und Schwierigkeiten mit Auszahlungen oder der Kommunikation erleben, empfehlen wir:
Je früher gehandelt wird, desto größer sind die Chancen, Zahlungsströme nachzuverfolgen und mögliche Rückforderungsansprüche zu prüfen.
Unsere Kanzlei ist auf die Vertretung von Opfern von Online-Trading-Betrug, CFD- und Forex-Betrug sowie Kryptobetrug spezialisiert. Wenn Sie negative Erfahrungen mit Btradings gemacht haben, bieten wir Ihnen eine fundierte und unverbindliche Ersteinschätzung Ihres Falls an.
Zögern Sie nicht, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Im Bereich unseriöser Handelsplattformen ist schnelles und strukturiertes Handeln entscheidend, um finanzielle Schäden zu begrenzen. Gerne können Sie uns kontaktieren.
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Wir unterstützen Sie – kontaktieren Sie uns!
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Gemeinsam werden wir versuchen, Ihre Interessen zu vertreten und mögliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Als Anwälte für Anlagerecht beraten wir Sie gerne ausführlich – kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies erstes Gespräch.