Plattformen

Bluebird Capital (bluebirdsrl.com) – BaFin warnt

Die Handelsplattform Bluebird Capital (bluebirdsrl.com) wirbt mit einer modernen Handelsumgebung für CFDs, Forex und Kryptowährungen, doch nach den aktuellen Erkenntnissen bestehen erhebliche Zweifel an der Seriosität des Angebots. Besonders schwer wiegt, dass die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ausdrücklich vor der Plattform beziehungsweise einer Reihe nahezu identischer Internetseiten gewarnt hat. Anleger, die bereits Geld bei Bluebird Capital investiert haben, sollten ihre rechtlichen Möglichkeiten sorgfältig prüfen lassen.

Auf der Internetseite bluebirdsrl.com wird damit geworben, Anlegern den Zugang zu den internationalen Finanzmärkten besonders einfach zu machen. Nach den Angaben auf der Website sollen Nutzer von jahrelanger Handelserfahrung, moderner Technologie und einem weltweiten Netzwerk profitieren. Zudem wird behauptet, Millionen zufriedener Kunden würden bereits auf die Plattform vertrauen.

Nach den Darstellungen der Betreiber sollen Investitionen in verschiedene Finanzinstrumente möglich sein. Hierzu gehören insbesondere:

Solche Aussagen vermitteln den Eindruck eines etablierten und seriösen Finanzdienstleisters. Gerade deshalb sollten Anleger die tatsächlichen Hintergründe einer Plattform besonders sorgfältig überprüfen.

Oliver Busch, Rechtsanwalt

Anwaltliche Beratung

In einem kostenfreien und unverbindlichen Ersttelefonat informiere ich Sie darüber, welche rechtlichen Maßnahmen gegen Bluebird Capital in Betracht kommen. Im Anschluss setze ich Ihre Rückzahlungsforderungen konsequent durch.

BaFin warnt ausdrücklich vor Bluebird Capital (bluebirdsrl.com)

Ein besonders gravierender Umstand ist die Warnung der BaFin. Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde weist darauf hin, dass Bluebird Capital beziehungsweise bluebirdsrl.com zu einer Reihe nahezu identischer Internetseiten gehört, über die ohne die erforderliche Erlaubnis Bankgeschäfte und/oder Finanzdienstleistungen angeboten werden sollen.

Die Betreiber werden nach den Feststellungen der BaFin nicht von der deutschen Finanzaufsicht beaufsichtigt.

Dies ist rechtlich von erheblicher Bedeutung. Wer in Deutschland Bankgeschäfte, Wertpapierdienstleistungen oder Kryptowerte-Dienstleistungen anbietet, benötigt grundsätzlich eine Erlaubnis der BaFin.

Gerade beim Angebot von CFDs oder Forex-Geschäften handelt es sich regelmäßig um Wertpapierdienstleistungen im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 10 WpIG (Eigenhandel). Für diese Tätigkeit ist eine entsprechende Genehmigung zwingend erforderlich.

Auch Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen benötigen aufgrund der europäischen MiCAR-Verordnung sowie der nationalen Umsetzung eine entsprechende Zulassung der BaFin. Hierunter fällt nicht nur der Betrieb einer Handelsplattform für Kryptowährungen, sondern auch weitere Kryptowerte-Dienstleistungen.

Nach den derzeit bekannten Informationen verfügt Bluebird Capital jedoch über keine Erlaubnis der BaFin.

Weitere Auffälligkeiten sprechen gegen die Seriosität

Neben der fehlenden Zulassung gibt es zahlreiche weitere Aspekte, die erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Plattform aufkommen lassen.

Auf den ersten Blick präsentiert sich Bluebird Capital als international reguliertes Finanzunternehmen. Bei näherer Betrachtung ergeben sich jedoch zahlreiche Widersprüche.

So wird eine Anschrift in Zug in der Schweiz angegeben. Nach den vorliegenden Erkenntnissen lässt sich dort jedoch keine entsprechende Geschäftstätigkeit feststellen. Ebenso fehlt eine Zulassung der schweizerischen Finanzmarktaufsicht (FINMA), obwohl die Anschrift in der Schweiz einen entsprechenden Eindruck vermitteln könnte.

Besonders kritisch erscheinen außerdem die angeblich zuständigen Aufsichtsbehörden CARFIS und FINAEU. Diese Bezeichnungen halten einer Überprüfung nicht stand und gelten als frei erfundene Konstruktionen. Nach den veröffentlichten Informationen wurden diese bereits im Zusammenhang mit betrügerischen Geschäftsmodellen erwähnt.

Zusätzlich wirbt Bluebird Capital mit angeblichen Verbindungen zu bekannten Institutionen wie:

  • NYSE,
  • FINRA,
  • SIPC,
  • CySEC,
  • sowie der CFTC.

Für diese Behauptungen finden sich jedoch keine belastbaren Nachweise. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass bekannte Namen genutzt werden sollen, um Anlegern eine Regulierung und besondere Sicherheit vorzutäuschen.

Hinzu kommen sprachliche Auffälligkeiten auf der Internetseite sowie weitere Unstimmigkeiten, die Zweifel am tatsächlichen Sitz der Betreiber aufkommen lassen.

Ein weiteres Warnsignal besteht darin, dass auf der Website kein rechtskonformes Impressum vorhanden ist. Angaben zu den verantwortlichen Betreibern fehlen weitgehend. Gerade bei Finanzdienstleistungen gehört ein vollständiges Impressum zu den grundlegenden Transparenzpflichten.

Bluebird Capital: Erfahrungen und Kritik von Anlegern

Viele Anleger stellen sich die Frage, ob Bluebird Capital seriös ist oder ob negative Erfahrungen zu erwarten sind.

Nach unserer Erfahrung weisen Plattformen, gegen die bereits behördliche Warnungen ausgesprochen wurden und die ohne erforderliche Zulassung tätig werden, häufig ähnliche Strukturen auf. Oft beginnen die Kontakte mit professionell wirkenden Werbeanzeigen oder Telefonaten. Nach einer ersten Einzahlung werden Anleger regelmäßig zu weiteren Investitionen bewegt. Anfangs werden teilweise positive Kontostände oder angebliche Gewinne angezeigt.

Probleme entstehen häufig erst dann, wenn Anleger eine Auszahlung verlangen. In solchen Fällen werden nicht selten weitere Einzahlungen verlangt oder Auszahlungen verzögert beziehungsweise vollständig verweigert.

Jeder Einzelfall ist unterschiedlich. Gleichwohl sollten Anleger bei entsprechenden Erfahrungen besonders aufmerksam werden und keine weiteren Zahlungen leisten, ohne die Situation rechtlich überprüfen zu lassen.

Oliver Busch, Rechtsanwalt

Kostenloses Ersttelefonat

Während eines kostenlosen und unverbindlichen Ersttelefonats erläutere ich Ihnen, welche rechtlichen Schritte gegen Bluebird Capital möglich sind. Ihre Rückforderungsansprüche verfolge ich anschließend mit Nachdruck.

Welche Ansprüche können geschädigten Anlegern zustehen?

Sofern über Bluebird Capital unerlaubt Wertpapierdienstleistungen erbracht wurden, können sich Schadensersatzansprüche ergeben.

Beim unerlaubten Angebot von CFD- oder Forex-Geschäften kommt insbesondere ein Schadensersatzanspruch nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 15 WpIG in Betracht.

Soweit Kryptowerte-Dienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis erbracht wurden, können darüber hinaus Ansprüche nach § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 46 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) bestehen.

Daneben kommen je nach Sachverhalt weitere Ansprüche aus unerlaubter Handlung oder wegen irreführender Angaben in Betracht. Dies gilt insbesondere dann, wenn Anleger über eine angebliche Regulierung getäuscht wurden oder Auszahlungen verweigert werden.

Welche Ansprüche im konkreten Einzelfall bestehen, hängt stets von den jeweiligen Umständen sowie den vorhandenen Unterlagen und Zahlungswegen ab.

Fazit: Bluebird Capital sorgfältig prüfen und frühzeitig handeln

Die zahlreichen Warnhinweise sprechen nach unserer rechtlichen Bewertung deutlich gegen die Seriosität von Bluebird Capital. Die ausdrückliche Warnung der BaFin, die fehlende behördliche Erlaubnis, zweifelhafte Angaben zu angeblichen Aufsichtsbehörden, nicht belegbare Kooperationen mit bekannten Finanzinstitutionen sowie das fehlende Impressum stellen erhebliche Warnsignale dar.

Wer bereits Geld über Bluebird Capital investiert hat und Probleme bei Auszahlungen oder der Kommunikation mit der Plattform erlebt, sollte zeitnah prüfen lassen, welche rechtlichen Möglichkeiten bestehen. Ein schnelles Handeln kann im Einzelfall entscheidend sein, um Ansprüche zu sichern und weitere Vermögensschäden zu vermeiden.

Die Kanzlei Engelhard, Busch & Partner ist auf die Vertretung von Geschädigten im Bereich Online-Handelsplattformen, CFD-, Forex- und Kryptobetrug spezialisiert. In einem kostenfreien und unverbindlichen Ersttelefonat erläutern wir Ihnen die möglichen rechtlichen Schritte und prüfen, ob Schadensersatzansprüche gegen die Verantwortlichen oder weitere Beteiligte in Betracht kommen. Anschließend unterstützen wir Sie engagiert bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche.

Sie haben Fragen?

Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Wir unterstützen Sie – kontaktieren Sie uns!

    Datenschutz*

    * Pflichtfeld

    Kontakt

    Wir kümmern uns ausgezeichnet um Ihr Anliegen

    Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Gemeinsam werden wir versuchen, Ihre Interessen zu vertreten und mögliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Als Anwälte für Anlagerecht beraten wir Sie gerne ausführlich – kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies erstes Gespräch.