Die Onlinehandelsplattform BitTrade Finance wirbt auf ihrer Internetseite bttfinancelimited.ltd mit professionellem Trading-Desk, strengen Risikomanagement-Standards und angeblich innovativen Lösungen für Anleger weltweit. In den Selbstdarstellungen ist von Expertise, Verwahrung alternativer und traditioneller Anlagen sowie von einer umfassenden Anlagekompetenz die Rede. Für interessierte Investoren soll insbesondere der Handel mit Differenzkontrakten (CFDs), etwa auf Aktien oder Rohstoffe, sowie mit Kryptowährungen möglich sein.
Doch wie seriös ist dieses Angebot tatsächlich? Anleger, die bereits Erfahrungen mit vergleichbaren Plattformen gesammelt haben, wissen, dass vollmundige Versprechen und professionell gestaltete Webseiten allein noch kein Beleg für eine vertrauenswürdige und regulierte Handelsplattform sind. Im Fall von BitTrade Finance bestehen erhebliche Zweifel.
Besonders gravierend ist, dass die britische Finanzmarktaufsichtsbehörde, die Financial Conduct Authority (FCA), eine offizielle Warnung veröffentlicht hat. Danach verfügt bttfinancelimited.ltd über keine Erlaubnis, in Großbritannien Finanzdienstleistungen zu erbringen oder Finanzprodukte anzubieten.
Eine solche Warnmeldung ist ein starkes Indiz dafür, dass Anleger hier äußerste Vorsicht walten lassen sollten. Die FCA weist regelmäßig auf Unternehmen hin, die ohne die erforderliche Genehmigung tätig sind. Für Verbraucher bedeutet dies: Es besteht kein Schutz durch die britische Finanzaufsicht, keine Einlagensicherung und keine Kontrolle der Geschäftspraktiken.
Gerade im Bereich von CFDs und Kryptowährungen, die ohnehin mit hohen Risiken verbunden sind, ist eine fehlende Regulierung ein erhebliches Warnsignal.
Auch in Deutschland ist für das Anbieten bestimmter Finanzdienstleistungen eine ausdrückliche Genehmigung erforderlich. Werden CFD-Geschäfte angeboten, handelt es sich um eine Wertpapierdienstleistung in Form des Eigenhandels gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 10 Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG). Hierfür benötigen die Verantwortlichen eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin).
Darüber hinaus gilt für Kryptowerte-Dienstleistungen die europäische Verordnung über Märkte für Kryptowerte (MiCAR). Wer in Deutschland eine Handelsplattform für Kryptowerte betreibt oder den Handel mit Kryptowährungen anbietet, benötigt ebenfalls eine entsprechende BaFin-Lizenz.
Nach den uns vorliegenden Informationen verfügt BitTrade Finance über keinerlei Genehmigung der BaFin. Das bedeutet: Das Angebot erfolgt offenbar ohne die in Deutschland zwingend vorgeschriebene aufsichtsrechtliche Erlaubnis.
Für Anleger stellt sich daher die berechtigte Frage, ob es sich bei BitTrade Finance um eine seriöse Plattform handeln kann, wenn wesentliche regulatorische Voraussetzungen nicht erfüllt sind.
Neben der fehlenden Regulierung gibt es weitere Punkte, die Anlass zur Kritik geben:
Auf der Internetseite fehlt ein ordnungsgemäßes Impressum mit Angaben zu den Verantwortlichen.
Eine konkrete Betreibergesellschaft oder klare Rechtsform wird nicht transparent benannt.
Es wurde ein Anonymisierungsdienst genutzt, um die Identität der tatsächlichen Betreiber zu verschleiern.
Gerade die Verschleierung der handelnden Personen ist bei Fällen von Anlagebetrug oder Kryptobetrug ein häufig zu beobachtendes Muster. Transparenz ist ein zentrales Merkmal seriöser Anbieter. Fehlt diese, sollten Anleger besonders wachsam sein.
Unsere Erfahrungen aus zahlreichen Mandaten im Bereich Online-Trading zeigen, dass bei Plattformen ohne erkennbare Verantwortliche und ohne Regulierung das Risiko erheblich steigt, dass Anleger im Streitfall kaum greifbare Ansprechpartner haben.
Ob im Einzelfall bereits ein strafrechtlich relevanter Betrug vorliegt, hängt stets von den konkreten Umständen ab. Typische Problemkonstellationen, die wir aus unserer anwaltlichen Praxis kennen, sind unter anderem:
Verweigerung oder Verzögerung von Auszahlungen
Ständige Forderung weiterer Einzahlungen
Intransparente Gebührenstrukturen
Falsche Angaben über eine angebliche Regulierung
Sollten Anleger über die Regulierungssituation getäuscht worden sein oder Auszahlungen grundlos verweigert werden, kommen Schadensersatzansprüche aus unerlaubter Handlung in Betracht.
Beim unerlaubten Betreiben von Wertpapierdienstleistungen kann ein Anspruch gemäß § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 15 WpIG bestehen. Beim unerlaubten Erbringen von Kryptowerte-Dienstleistungen können Schadensersatzansprüche nach § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 46 Kryptomärkteaufsichtsgesetz (KMAG) in Betracht kommen.
Darüber hinaus haften unter Umständen nicht nur die Betreibergesellschaft, sondern auch die verantwortlichen Personen.
Wenn Sie bei BitTrade Finance investiert haben und nun Probleme auftreten – etwa weil Auszahlungen nicht erfolgen oder Ihr Konto plötzlich nicht mehr zugänglich ist – sollten Sie keine Zeit verlieren.
Wichtig ist insbesondere:
Sichern Sie sämtliche Unterlagen und Kommunikationsnachweise.
Leisten Sie keine weiteren Einzahlungen.
Lassen Sie Ihre rechtlichen Möglichkeiten anwaltlich prüfen.
Gerade bei internationalen Online-Plattformen ist schnelles und strategisches Handeln entscheidend, um Vermögenswerte zu sichern und Ansprüche durchzusetzen.
Die Kanzlei Engelhard, Busch & Partner ist auf die Beratung von Opfern von Online-Trading-Plattformen, CFD- und Forex-Anbietern sowie Kryptobetrug spezialisiert. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrungen in der Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegenüber Plattformbetreibern und beteiligten Dritten.
In einer individuellen Erstberatung prüfen wir für Sie:
Ob Ansprüche auf Schadensersatz bestehen
Gegen wen sich diese richten können
Welche rechtlichen Schritte sinnvoll und wirtschaftlich sind
Wenn Sie negative Erfahrungen mit BitTrade Finance gemacht haben oder unsicher sind, ob Ihr Investment gefährdet ist, sprechen Sie uns gerne an. Wir unterstützen Sie engagiert und kompetent bei der Wahrung Ihrer Rechte und der Durchsetzung Ihrer Ansprüche.
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Wir unterstützen Sie – kontaktieren Sie uns!
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Gemeinsam werden wir versuchen, Ihre Interessen zu vertreten und mögliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Als Anwälte für Anlagerecht beraten wir Sie gerne ausführlich – kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies erstes Gespräch.