Die Crypto-Börse unter der Domain crypto-boerse.com bietet Anlegern unter anderem den Handel mit Kryptowährungen, Differenzkontrakten (CFDs) und Aktien an. Der Internetauftritt vermittelt dabei den Eindruck einer professionellen Handelsplattform für unterschiedliche Anlageformen. Anleger sollten jedoch genau prüfen, wer tatsächlich hinter der Plattform steht, ob die angebotenen Finanzdienstleistungen aufsichtsrechtlich erlaubt sind und ob die auf der Webseite gemachten Angaben zu Betreiber, Zulassung und Renditechancen zutreffen.
Auf der Webseite von Crypto-Börse wird darüber hinaus behauptet, dass der Anbieter beziehungsweise die Crypto Strategy GmbH als Crypto-Asset Service Provider (CASP) gemäß MiCA lizenziert sei.
In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird darüber hinaus behauptet, dass eine entsprechende Lizenz zur Erbringung von Kryptodienstleistungen im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum im Wege des sogenannten EU-Passportings berechtige.
Auch diese Angaben sollten Anleger nicht ungeprüft übernehmen. Eine auf einer Webseite behauptete Lizenz ist für sich genommen kein Beweis für eine tatsächlich bestehende aufsichtsrechtliche Erlaubnis.
Entscheidend ist vielmehr, ob der konkrete Anbieter und die konkrete Gesellschaft in einem offiziellen Register der zuständigen Aufsichtsbehörde mit der entsprechenden Erlaubnis aufgeführt sind. Dies gilt insbesondere dann, wenn gleichzeitig eine Finanzmarktaufsicht vor der betreffenden Plattform warnt und eine tatsächlich existierende Gesellschaft ausdrücklich erklärt, dass sie mit der Plattform nichts zu tun hat.
Ein weiterer Punkt, der bei den Crypto-Börse Erfahrungen kritisch betrachtet werden sollte, sind die auf der Webseite dargestellten Renditeaussichten.
Auf crypto-boerse.com wird unter anderem eine durchschnittliche Jahresrendite von +87 % dargestellt. Eine solche Angabe kann bei Anlegern den Eindruck außergewöhnlich hoher und regelmäßig erzielbarer Gewinne erzeugen.
Anleger sollten jedoch beachten, dass ein auf einer Internetseite dargestellter Gewinn oder eine angezeigte Rendite noch keinen Nachweis dafür darstellt, dass tatsächlich entsprechende Handelsgeschäfte durchgeführt wurden oder dass die dargestellten Vermögenswerte tatsächlich vorhanden sind.
Auch ein im persönlichen Kundenbereich angezeigtes Guthaben beweist nicht automatisch, dass dieses Guthaben tatsächlich auf einem Konto vorhanden und auszahlbar ist. Für die rechtliche Bewertung kommt es vielmehr darauf an, ob reale Vermögenswerte vorhanden sind und wer diese tatsächlich verwaltet.
Gerade bei Online-Handelsplattformen sollte deshalb zwischen einer professionell gestalteten Webseite und der tatsächlichen Existenz von Kundengeldern beziehungsweise Handelspositionen unterschieden werden.
Für Anleger, die nach Crypto-Börse Erfahrungen suchen und sich fragen, ob crypto-boerse.com seriös ist, ist zunächst eine aktuelle Warnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) von besonderer Bedeutung.
Die FMA veröffentlichte am 25. August 2026 eine Warnung vor Angeboten von Crypto-Börse unter der Domain crypto-boerse.com. In der Warnung nennt die FMA ausdrücklich die E-Mail-Adressen support@crypto-boerse.com, privacy@crypto-boerse.com und dpo@crypto-boerse.com sowie angebliche Standorte in Wien, Berlin und Zürich. Nach den Feststellungen der österreichischen Finanzmarktaufsicht verfügt der Anbieter nicht über die erforderliche Berechtigung, konzessionspflichtige Wertpapiergeschäfte in Österreich zu erbringen. Insbesondere darf der Anbieter nach der Feststellung der FMA keine Portfolioverwaltung nach § 3 Abs. 2 Z. 2 Wertpapieraufsichtsgesetz 2018 anbieten.
Eine solche behördliche Warnung sollten Anleger bei der Prüfung einer Handelsplattform unbedingt berücksichtigen. Die FMA weist allgemein darauf hin, dass für das Anbieten von Bankgeschäften sowie Finanz- und Wertpapierdienstleistungen eine entsprechende aufsichtsrechtliche Erlaubnis erforderlich ist.
Besonders problematisch sind die Angaben zur Identität des angeblichen Betreibers von crypto-boerse.com.
Im Impressum der Plattform wird die Crypto Strategy GmbH mit Sitz in Leuk im Kanton Wallis als rechtlicher Anbieter genannt. Dabei werden unter anderem die Schweizer UID CHE-382.433.944, die Registernummer CH-600.4.019.835-3 und Harald Zentriegen als Geschäftsführer genannt.
Als angebliche Betreiber- beziehungsweise Geschäftsadressen erscheinen darüber hinaus:
Straßergasse 25
1190 Wien
sowie
Hausvogteiplatz 12
10117 Berlin
und
Badenerstrasse 47
8004 Zürich
Für Anleger ist in diesem Zusammenhang eine aktuelle Veröffentlichung der Schweizer Finanzmarktaufsicht FINMA besonders relevant.
Die FINMA führt Crypto-Börse / crypto-boerse.com seit dem 24. September 2026 auf ihrer Warnliste. Dort wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Crypto-Börse beziehungsweise crypto-boerse.com nicht im Zusammenhang mit der Crypto Strategy GmbH in Leuk steht. Die FINMA verweist dabei auf die im Schweizer Handelsregister eingetragene Crypto Strategy GmbH mit der UID CHE-382.433.944.
Damit besteht ein erheblicher Widerspruch zwischen den Angaben von crypto-boerse.com und den offiziellen Angaben der Schweizer Finanzmarktaufsicht.
Die Crypto Strategy GmbH selbst weist auf ihrer offiziellen Webseite ebenfalls ausdrücklich darauf hin, dass crypto-boerse.com in keinerlei Verbindung mit der Crypto Strategy GmbH steht.
Nach den Angaben der Crypto Strategy GmbH betreibt die Gesellschaft die Plattform crypto-boerse.com nicht und hat die Verwendung ihres Firmennamens, ihrer Unternehmensdaten oder ihrer Identität auf der Webseite nicht autorisiert. Die Gesellschaft erklärt zudem, keine Kundengelder entgegenzunehmen, keine Kundenkonten zu führen und keine Anlageberatung oder Vermögensverwaltung für Dritte zu erbringen.
Für Anleger ist diese Information von erheblicher Bedeutung. Die bloße Nennung eines tatsächlich existierenden Unternehmens im Impressum einer Handelsplattform stellt daher keinen Nachweis dafür dar, dass dieses Unternehmen tatsächlich hinter der Plattform steht.
Vielmehr besteht nach den vorliegenden behördlichen und unternehmensseitigen Angaben der Verdacht, dass die Identität eines real existierenden Schweizer Unternehmens für den Internetauftritt von crypto-boerse.com verwendet wurde.
Die Kritik an Crypto-Börse beschränkt sich damit nicht auf die Frage, ob Anleger mit Kryptowährungen, CFDs oder Aktien Gewinne oder Verluste erzielt haben.
Von besonderer Bedeutung sind vielmehr die Fragen:
Die Domain crypto-boerse.com wurde am 6. Juli 2026 registriert. Als Kontaktadressen werden unter anderem support@crypto-boerse.com, privacy@crypto-boerse.com und dpo@crypto-boerse.com angegeben.
Die österreichische FMA führt genau diese E-Mail-Adressen in ihrer Warnung auf.
Auch für Anleger in Deutschland ist die aufsichtsrechtliche Situation von erheblicher Bedeutung.
Finanzdienstleister, die in Deutschland erlaubnispflichtige Finanz- oder Wertpapierdienstleistungen anbieten, benötigen grundsätzlich die hierfür erforderliche aufsichtsrechtliche Erlaubnis. Eine bloße Handelsregistereintragung oder die Angabe eines Unternehmens im Impressum ersetzt eine solche Erlaubnis nicht.
Seriöse Anbieter sollten deshalb nachvollziehbar angeben, welches Unternehmen die Finanzdienstleistung erbringt, welche zuständige Aufsichtsbehörde die entsprechende Erlaubnis erteilt hat und unter welcher Registrierungs- oder Erlaubnisnummer der Anbieter geführt wird.
Bei Crypto-Börse sind diese Angaben besonders kritisch zu prüfen. Eine Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) für die auf crypto-boerse.com angebotenen Geschäfte in Deutschland ist nach den vorliegenden Informationen nicht ersichtlich.
Soweit ein Anbieter in Deutschland erlaubnispflichtige Finanzdienstleistungen ohne die erforderliche Erlaubnis erbringt, kann dies aufsichtsrechtliche und zivilrechtliche Konsequenzen haben. Die konkrete rechtliche Einordnung hängt allerdings von den tatsächlich angebotenen Dienstleistungen, der Vertragsgestaltung und dem konkreten Geschäftsmodell ab.
Anleger, die bereits Geld an Crypto-Börse überwiesen haben, sollten insbesondere dann vorsichtig sein, wenn eine Auszahlung nicht möglich ist oder zunächst weitere Zahlungen verlangt werden.
Typische Forderungen können beispielsweise als angebliche Steuern, Gebühren, Provisionen, Freischaltungskosten oder Sicherheitsleistungen bezeichnet werden. Eine weitere Zahlung sollte nicht allein deshalb geleistet werden, weil dies von einem angeblichen Kundenberater oder einem Mitarbeiter der Plattform verlangt wird.
Betroffene sollten sämtliche Unterlagen sichern. Dazu gehören insbesondere:
Diese Unterlagen können für die spätere rechtliche Prüfung von erheblicher Bedeutung sein.
Es bestehen erhebliche Auffälligkeiten. Die österreichische FMA hat am 25. August 2026 vor den Angeboten von Crypto-Börse gewarnt und festgestellt, dass der Anbieter keine Berechtigung für die dort konkret beanstandeten konzessionspflichtigen Wertpapiergeschäfte besitzt.
Zusätzlich führt die Schweizer FINMA Crypto-Börse beziehungsweise crypto-boerse.com seit dem 24. September 2026 auf ihrer Warnliste und stellt ausdrücklich fest, dass keine Verbindung zur Crypto Strategy GmbH in Leuk besteht.
Auch die Crypto Strategy GmbH selbst erklärt, dass ihre Unternehmensidentität von crypto-boerse.com missbraucht werde.
Damit sollten Anleger die auf crypto-boerse.com gemachten Angaben zu Betreiber, Zulassung und Regulierung keinesfalls ungeprüft als Beleg für die Seriosität der Plattform ansehen.
Wenn Sie bei Crypto-Börse beziehungsweise crypto-boerse.com investiert haben und Zweifel an der Plattform bestehen, sollte der Sachverhalt möglichst frühzeitig rechtlich geprüft werden.
Unsere Kanzlei ist auf die Beratung von Geschädigten im Zusammenhang mit Internethandelsplattformen, CFD- und Forex-Handel, Kryptowährungsbetrug und sonstigen Anlagebetrugsfällen spezialisiert.
Gerade im vorliegenden Fall ist die Betreiberidentität von besonderer Bedeutung. Die Verwendung der Daten der Crypto Strategy GmbH, obwohl diese nach eigenen Angaben keine Verbindung zu crypto-boerse.com hat, macht eine genaue rechtliche Prüfung der tatsächlichen Verantwortlichkeiten besonders wichtig.
Wenn Sie bereits Geld an Crypto-Börse überwiesen haben oder Ihnen eine Auszahlung Ihres angeblichen Guthabens verweigert wird, sollten Sie daher nicht abwarten und insbesondere keine weiteren Zahlungen leisten, ohne die Forderung zuvor rechtlich prüfen zu lassen.
In einem kostenfreien und unverbindlichen Ersttelefonat können die möglichen rechtlichen Schritte geprüft werden. Ziel ist es, die Verantwortlichen zu ermitteln und bestehende Rückzahlungs- beziehungsweise Schadensersatzansprüche konsequent zu verfolgen.
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Wir unterstützen Sie – kontaktieren Sie uns!
Wenn Sie Opfer eines Anlagebetrugs geworden sind, sollten Sie sich schnellstmöglich rechtsanwaltliche Unterstützung suchen. Gemeinsam werden wir versuchen, Ihre Interessen zu vertreten und mögliche Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Als Anwälte für Anlagerecht beraten wir Sie gerne ausführlich – kontaktieren Sie uns für ein kostenfreies erstes Gespräch.